Für alle die surfen lernen wollen: Es ist ganz einfach.

Ihr nehmt ein Segel (natürlich ist die Größe egal!), einen Mast (das lange Ding zum Zusammenstecken), eine Mastbase, einen Gabelbaum (das Teil, wo man sich verzweifelt festklammern kann) und ein Board mit Mastfuß (da kommt dann der Mast rein) und baut das wie bei Lego irgendwie zusammen. So wie auf dem Bild muss das dann aussehen. -->

Und nun müsst ihr nur noch einen Neoprenanzug anziehen und losfahren.

 

 

Ist doch easy, gell? Also: FRAUEN, WO SEID IHR??

 

 

  Board  

Ach ja...

tragt das Segel bitte niemals so:

 

 

  Kaputtes Segel  

 

 

 

Was braucht man für einen perfekten Surftag?

 

 

 

 

 
 
Leute am Strand   Leute am Strand.  
Zuschauer.
  Zuschauer  
Fotograf  

Zumindest EINEN Fotografen, der bitte immer dann aufs Knöpfchen drückt, wenn man gerade cool aussieht.

 
Einen schönen See (wahlweise Meer) mit Wind
  See  

 

     
Was man nicht braucht:
 

 

 

 

 

 

 

 

Leute, die cooler aussehen, als man selber.

  Looping  

 

 

 

 

     

Auf Ralfs Seite kannst du dir bei Bedarf anschauen, wie es aussieht, wenn man surfen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

SUrfen

 

Gerade eben ist alles noch gut.... dann kommt eine Boe...

 

  Ich zeige dir zur Abschreckung *düster lach* lieber mal die
Schattenseiten ...
 
Sie fällt   hin  
Ly an Segel: Waaah, wo willst du hin???   Oh neiiiiiin, nicht ins kahalte Wasser!  

 

 

Surfen

  Surfen  

Man könnte meinen, auf dem Bild ist doch alles okay... die Wirklichkeit sieht oft anders aus... man will nach Haus, das Material noch nicht. Hier fahre nicht ich mit dem Segel, sondern das Segel mit mir... naja. Schein ist alles.

 
...ähm, vielleicht war Jesus auch ein Windsurfer?
 
       

Manchmal ist es schon seeeehr kalt....

 

 

Kalt

  Da hilft dann nur noch ein warmer Glückstee...  

 

 

     

Ab und zu werde ich mit den Assoziationen anderer Leute über das Surfen konfrontiert. Sie meinen, Surfer sind doch Leute, die braungebrannt im Sonnenschein am Strand herumrennen und Mädels anbaggern.
Haha, kann ich da nur antworten, weit gefehlt. Für mich hat Surfen eher etwas mit Kälte zu tun, mit Dreck, manchmal Schlamm, Nässe, der Wind zerzaust die Haare, im Wasser lösen sich übrigens sämtliche Dinge auf, hinterher tut einem alles weh und man fällt sofort tot ins Bett. Und mit den Pseudo-Surfern, die nur so tun, als wäre es IHR Sport, die im Sommer bei ablandigem Säuselwind ihr Material neben die Picknickdecke legen, auf welcher Kekse und die sonnenmilchbecremte Freundin in Ruhe vor sich hin brutzeln, hat es nichts, aber auch gar nichts zu tun.


Es ist eine Art Fieber, das einen erfasst, wenn sich draußen die Bäume biegen. Man kann an nichts anderes mehr denken, als an den Wind und die tosenden Wellen. Es hilft aus der Wirklichkeit der Welt, die uns umgibt, in eine andere zu verschwinden. Dem Lärm der grauen Straßen und der bunten Menschen zu entfliehen, der Hektik, dem Hasten der Zeit zu entrinnen.
Ausatmen.
Die Augenblicke vollkommenen Lichtes leuchten dann hellrot unter den geschlossenen Lidern.
Camus hat in seinen Reisetagebüchern geschrieben: "Entweder diese Einsamkeit im Überfluss oder das Gewitter der Liebe, nichts anderes interessiert mich auf dieser Welt."
Wind und Wetter nehmen einem den gewohnten Trott. Man sieht klarer, all der Ballast ist weg, all der graue Staub, die überströmenden Geräusche, Farben, Bilder, die Gedankenfetzen, die den Geist bis dahin ablenkten und man sieht ruhig und gelassen ins Weite. Alle Sorgen bleiben am Strand zurück, während das Board Fahrt aufnimmt, schneller wird. Sobald es die Gleitgrenze überschritten hat wird es bis zu 55 km/h schnell, ein absoluter Rausch, die Landschaft verschwimmt zu einem Brei, man sieht nur noch die Wasseroberfläche, den Himmel, hört die Jubelrufe der anderen Surfer.
Dafür lohnt es sich, Dreck, Kälte, Schlamm und Nässe zu ertragen. Das anstrengende Materialherumgeschleppe und Auf- und Abgebaue, das Hineinquetschen in die Gummihaut. Das ewige Gefahre bis zum nächsten See oder Meer, falls man das Wasser nicht (wie ich Glückliche) gleich um die Ecke hat...

 

 

Wie ist das... auf dem Wasser zu gleiten? Ein Bruchteil des Sichtfeldes...

 

Und nun, bis zur baldigen Fortsetzung, erst einmal ein bisschen Werbung...

 

 

 

Wer das Original möchte, bitte bei mir oder Ralf melden... Aloha

Surfurlaub Juli 2008

 

Die Stimme aus dem Navigationsgerät verliert das Blecherne, als sie sagt: "Biegen Sie in zweihundert Meter links ab auf den Darß." Sie fügt hinzu: "Er wartet schon auf sie und fragt sich, wo sie so lange waren." Der Vierrädrige beschleunigt unwillkürlich, um mich schneller ans Ziel zu bringen und bald liegt es vor mir, ich atme es, ich fühle es, Fischland, Windland, Zipfel der Sehnsucht mit eigenem Wetter, eigener Zeit, die langsamer vergeht als anderswo.
Ich bin endlich zurück, die salzige Fischluft dringt mir tief in die Lungen, das Meer umarmt mich, der Bodden liegt da wie immer, fragt nicht nach einem Warum, leckt mir die Füße, sagt, komm, der Wind ist auch schon da. Der Westwind spielt verführerisch mit meinen Haaren, lockt mich, die Wellen umarmen mich im langen Schwarzen, gedehnt schlagen sie ans Ufer, geben mir einen Kuss, da bist du ja, du siehst so zerkratzt aus, komm, wir machen dich wieder heil. Der Wind rauscht verwegen: Hier wirst du alles vergessen, lass alles hinter dir, du musst nicht mehr nachdenken und dich im Kreis drehen, es bringt nichts, das Meer wäscht alles glatt und sauber, es ist das Größte, danach kommt nichts mehr.
Gott lächelt dazu und sagt, wollt ihr mich nicht fürchten und vor mir nicht erschrecken, der ich dem Meere Sand zur Grenze setze, darin es allezeit bleiben muss, darüber es nicht gehen darf? Und wenn es auch aufwallt, so vermag es doch nichts; und wenn seine Wellen auch toben, so dürfen sie doch nicht darüber gehen.
Ich sage: Gott, was setzt du mir zur Grenze?
Gott lächelt undurchschaubar. Deine Sünden halten das Gute von dir fern.
Wohin soll ich gehen?
Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Wegen der Vorzeit, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für die Seele!
Ich trete ganz nahe an die Natur und beginne, mich wieder zu fühlen. Es gibt keine Anderen mehr, die lauter tönen als ich, die innere Stimme flüstert was sie will, bis das Flüstern anschwillt zu einem Singen. Sie dementiert, was andere schrieben und meinten, was sie sagt, ist richtig und ich weiß es.
Ein Herumstehender fragt mich ungläubig, ob ich wirklich allein unterwegs bin und was mache ich denn da den ganzen Tag? Und wirklich allein?
Klar, warum nicht. Ich bin langsam unterwegs. Keiner treibt mich. Ich bleibe, solange ich bleiben muss.
Ich habe lange gezögert und schon ein Zelt gekauft und habe zum Glück kurzfristig eine Bleibe gefunden (Privatzimmer sind in Born schwer zu haben), Hauptsache nicht auf dem teuren Zeltplatz, wo das Auto mit dem Surfzeug unbeobachtet weit weg steht, die Toiletten von Hunderten benutzt werden und auch so aussehen.
Nachdem mir die Vermieterin den Schlüssel in die Hand gedrückt hat, fahre ich zum Lieblingsspot, rigge auf und stürze mich in das Vergnügen. Meine Bewegungen werden immer flüssiger, hier bin ich zu Hause. Und auch nicht wirklich allein, es gibt immer Leute zum Quatschen und sogar ein paar Leipziger verirren sich bis hierher. Der einzige Wermutstropfen: sehr viele Paare und Familien mit Kindern und Hunden. Ich muss aufpassen, dass die Freiheit sich nicht wie Einsamkeit anfühlt, darf sie mir nicht umdeuten lassen.
Aber es ist nicht so. Ein Kiter spricht mich an. Seine Freundin hatte nicht mitfahren können, nun hat er eine Menge Zeit. Wir haben viel zu lachen, gleiche Wellenlänge, er weiht mich, als er das Glimmen in meinen Augen sieht, in die Kunst des Kitens ein. Mich! Die noch vor zwei Jahren am Strand zwei unschuldig herumstehende Freunde mit einem einfachen Lenkdrachen beiseite räumte. Ich wusste nie, an welchem Strang ich eigentlich ziehen musste. Das Ergebnis waren Leute im Wasser und ein "Daumen hoch" von Frank, der mir hinterher davon abriet, es jemals mit dem Kiten zu versuchen. Im NLP (Neurolinguistisches Programmieren) gibt es eine Grundannahme, dass jeder alles lernen kann, wenn er es nur in kleine Schritte zerteilt. Ich füge an: Und wenn jemand einem die entscheidenden Hinweise gibt. Einer davon wäre: Lenke einen Kite immer wie du ein Fahrrad lenken würdest. Wir sind nämlich alle das Autofahren gewöhnt.
Der Kiter gab mir einen Trainerkite von Flysurfer. Nach drei Abstürzen hatte ich den Kite im Griff. Er gehorchte mir und am nächsten Tag fabrizierte ich bereits locker Doppelloopings.
Der Wind wehte irgendwann etwas flauer und der Kiter schlug vor, wir könnten uns doch vom Schirm durchs Wasser ziehen lassen, das mache Gaudi. Ich hielt mich mit den Händen an der Schlaufe an seinem Trapez fest und ab gings. Ich möchte nicht wissen, wie das vom Strand aus aussah, ich kreischte wie ein kleines Kind vor Freude. Das war besser als sich an einem an der Jacht meiner Bekannten befestigten Seil durchs Kabbelwasser des Cospudener Sees ziehen zu lassen.
Dann war die nächste Stufe dran: Willste auch mal?
Jajajajajajajaajaaaaa!
Er lachte und klinkte mir die Sicherheitsleine ins Trapez, gab mir dann die Bar, die er an meinem Trapezhaken befestigte. Ich hatte einen riesigen Respekt vor dem großen blauen 9er Kite und traute mich anfangs kaum, ihn zu bewegen.
"Ich halte dich" sagte der Kiter ruhig hinter mir, ach, sowas müssten Männer viel öfter zu Frauen sagen: Keine Angst, ich halte dich, bei mir bist du sicher.
Er hielt mich wirklich, als ich den Kite verriss und der Schirm meinen Körper aus dem Wasser heben wollte wie eine Feder. (Ich habe eine unterschwellige Angst, wie einer von Nenas 99 Luftballons am Horizont zu enden)
Rechts, links, der Kite war gar nicht so schwer zu kontrollieren. Ich übte Landen auf neun Uhr und auf drei Uhr, starten, fliegen, ihn im Windfenster zu bewegen, wie ich es wollte, Richtungswechsel. Um es allerdings mal "richtig" zu probieren, reichte meine Erfahrung natürlich nicht, dazu müsste ich erst wakeboarden lernen, um das Gefühl fürs Board zu bekommen, das um einiges anders ist als mein Fischrückensurfboard. (Wer geht mit mir wakeboarden?)
Ein Kite-Kurs wäre schon nicht schlecht. Allerdings... was ist das Reiten auf den Boards gegen das Fliegen durch die Luft? Wenn ich nicht jemals mit dem Windsurfen aufhören will, sollte ich vor dem Kiten-Wollen stoppen, ahne ich. Wenn ich fliegen kann, will ich vielleicht kein Segel mehr halten. (Mit jeder neuen Beziehung steigen die Ansprüche)
Meine letzte Vermieterin sagte: Wenn die Sirene in Born geht, dann wissen wir, es ist wieder ein Unfall mit den Surfern. Letztes Jahr wurde ein Kiter gegen eine Bune geschleudert und starb. Und auf der Surfwiese prallte einer gegen ein Auto. (Ich dachte flüchtig an den Kiter, der nach einem Versuch, cool auszusehen für die Kamera, von einer Böe erfasst wurde und samt Brett und Schirm im Schilf am Strand verschwand, ich musste zuerst lachen, es sah so komisch aus und rannte dann panisch hin, weil ich dachte, ihm ist etwas passiert...)
Kiten ist unheimlich teuer, ein guter Schirm kostet schon seine tausend Euronen. Und eigentlich hatte ich ja sogar überlegt, entweder dieser Urlaub oder ein Katamarankurs. Letztendlich wählte ich doch die Reise, bloß weg aus Leipzig, weg von der Arbeit, Urlaub zu Hause ist nicht wirklich Urlaub, sondern Alltagstrott mit Weichspüler.
Abstand gewinnen.
Solche Sportarten sind ein teures Vergnügen, alles sportliche, was superviel Spaß macht, kostet Geld, leider. Bei dem Hungerlohn in der sozialen Arbeit kaum machbar. (Sponsoren haben sich noch nicht bei mir gemeldet.) Einige Erfolgsromane, die ich schreiben müsste und die in meinem Kopf lagern, stehen noch aus...
Wenn ich wirklich all meine Hobbys intensiv leben würde, müsste ich meinen Beruf aufgeben und nur noch für die Kunst leben. Ach wär das schön. Nicht mehr jeden Montag den Freitag herbeisehnen, sich auf jeden Tag freuen können, der kommt. Am Meer leben können in einem Häuschen mit Schilfdach.... (an dieser Stelle höre ich auf mit dem Träumen)
Die Vermieterin meines Zimmers sagte: Ich war letzte Woche auf einem Seminar, da sagte der Arzt, Surfen heilt. Surfen ist gut gegen alle Arten von Problemen, weil man sich dabei völlig auf sich selbst konzentrieren muss, in sich geht, auf sich achtet und deshalb an nichts anderes denken kann.
Bis heute hatte ich noch keine Erklärung dafür finden können, warum beim Surfen alle Probleme am Strand zurückbleiben und beim Fahrradfahren mit auf dem Gepäckträger sitzen. Aber diese Erklärung von Frau W. klang plausibel.
Nachdem ich zwei Tage meines Urlaubes allein am Strand zwischen Familien mit Kindern und nackten alten Männern zubringen musste, war ich kurz vor dem Durchdrehen und mir erschien die Theorie immer glaubhafter. Ich bat Gott um Erbarmen mit mir und Gott erhörte mich und schickte den Ostwind los, der mir mit 4-5 Windstärken wieder aufs Board half. Ich heizte übers spiegelglatte Wasser und übte halsen (letzteres mehr schlecht als recht, aber ich habe es versucht!!). Allerdings habe ich die langen großen Wellenberge zu mögen begonnen, weil ich nämlich auf den Dreh kam, sie mit dem Board abzureiten und damit zusätzlich an Geschwindigkeit zu gewinnen. Ich fuhr immer ganz weit raus bis auf die Fahrrinne und ritt dann rückzu jauchzend die Wellen ab auf dem blauen Buttje, dem JP-Zauberfisch. Nichts geht über JP, auch wenn mir ein Surfer am Strand die Marke Tabou schmackhaft machen wollte und sein kleiner Sohn mir in den Ohren lag: Tabou! Tabou! Tabou! Tabu.
Matje Matje Timpe tee, Buttje Buttje in de See... dieser Urlaub war ein Fließen, die Erfüllung vieler Wünsche, der Sehnsucht nach dem Wind und der Natur und der Freiheit, aufzustehen wann man will und zu tun, was man will, das Aufeinandertreffen guter Dinge, Zufälligkeiten, Aufgefangenwerden, Gottvertrauen.
Das mag ich an meinem Glauben, dass Gott wirklich da ist und aufpasst und viel Gnade hat. Vor allem, dass er Wünsche erfüllt, bevor man auf die Idee kommt, Mensch, da war doch noch was, darum muss ich noch schnell bitten...So planlos und durcheinander bin ich noch nie in den Urlaub gefahren.
Und trotzdem wehte der Wind und wehte und hat mich auch irgendwann wieder nach Hause geweht... nein eigentlich nicht. Von irgendwas muss man ja leben, wäre es nicht so, also ich meine, wenn es nach mir ginge, Leipzig ist echt toll, aber wenn es wirklich nach mir ginge, dann wär ich für immer dort weg.

 
   

Chaos am Strand

Wo ich bin, siehts meistens chaotisch aus...

 
   
Kiter Hach ja...  
   
Surferin Die Schöne von hinten...*g*  
   
Spaß Nach dem Fall - das Lachen bleibt  
   
Stuhl und Tisch Manchmal komm ich mir so klein vor  
   
Rettungsanker Sind wir noch zu retten? Wohl nicht.  
   
Hundi Die treue wartende Frau am Strand  
   
Sprung Sprung in die Dunkelheit  
   
Surfwiese Die Aufundabriggfeierschlafessquatschhundehinscheißwohnwiese bei übrigens 14 Grad (im Juli!!!) - Aber Surfer sind ja die Härtesten. Immer noch besser als 35 Grad und Knallsonne.  
   

 

Ein kleines Filmchen gibts natürlich auch noch dazu.... :-) (Leider ist das Lied am Ende ein klein wenig abgeschnitten, im Original stimmt alles, habe aber jetzt keine Lust, den Fehler zu suchen.)

 

 

 

 

 

 

Katamaran

 

Der Katamaran hebt sich aus dem Wasser, getragen von fliegenden, glitzernden Kaskaden von Lichtwassertröpfchen, ich hänge mich ins Trapez und stemme mich gegen den Rumpf, die mächtige weiße Kufe hebt mich hoch in die Luft, lässt mich erhaben über allen Problemen schweben. Diese bleiben unter mir, hinter mir in der spritzigen Gischt zurück, verwehen, verlieren ihre Bedeutung. All die unnötigen Sorgen, erlebte Zwänge und Befehle, Friss-oder-stirb-Worte, zerütteten Beziehungskisten, deprimierenden Kontoauszüge, Ticktacks der Uhr, blaugrauen Traurigkeiten bleiben zurück, mit der anderen Kufe zerschneidet der Katamaran jedes böse Wort, jeden Messerblick, jedes Schweigen. Jeder Zentimeter, den es vorwärts geht, hinterlässt eine Glücksspur in meiner blauen Seele, ein Rausch erfasst mich, der Himmel küsst das Wasser, alles verschmilzt, wird eins, weißblau, die Freunde neben mir werfen ihr Lachen der Sonne entgegen. Der Wind strafft das Segel, volle Fahrt voraus, wir leben im Jetzt; Vergangenheit und Zukunft - diese Gespenster - sind nur noch Schatten, abstrakte Wörter, verlieren ihre Macht mit jedem neuen Atemzug. Uns fehlt nichts, nur der Augenblick ist noch da, reicht uns die Hand, das ist Leben. Ich möchte mit niemandem tauschen, so ist alles gut. Ich brauche keinen Rauch und kein Getränk, keine weiße Spur und keinen süßlichen Duft, meine Droge ist der Cocktail aus Geschwindigkeit, Freiheit, Natur, das Klimpern der Leinen, das strahlenden Weiß der Boote und Boards, die Geschmeidigkeit, der Beat meines Herzens im Adrenalin, in der Bewegung - nur nicht stehenbleiben. Medizin. Natürlich ist es nicht alles, aber es ist ein Teil des Geheimnisses, des Glücks.
So viele Puzzleteilchen fliegen um uns herum, wir müssen sie nur greifen, die lieben Worte, Umarmungen, Herzlichkeiten, die Scherze, das Lachen, das Füreinanderdasein, die Augenaufschläge, der Augenblick des schmelzenden Softeises auf der Zunge, den Atemhauch auf der Haut, das Gefühl kühlen klaren Wassers in der Kehle...
Und all diese schönen Momente, nach denen wir uns ausstrecken, reihen sich aneinander und werden zur Lebensfreude, zum Schutzschild gegen die Stürme des Lebens. Und der bütenweiße Katamaran mit seinen geblähten Segeln hebt uns jetzt über jede dunkle Welle und wir haben das Gefühl zu fliegen, nichts hält uns auf, wir wollen nicht ankommen, dass wir hier sind reicht, so einfach kann leben sein, so einfach und schön.

 

 

Lieber Kai und lieber Ralf, nochmals vielen Dank für eure freundliche Mitwirkung am Film!!! Bis bald am See!

(Musik: Katamaran von Hans Hartz & Bernd Kaczmarek 1991 - zur Info: Ich liebe keine Schnulzen, es gibt nur weiter keine Lieder über Katamarane) Kamera: Canon IXUS 40, 16. August 2008

 

 

 

 

Hallo ihr Lieben, nun ist es endlich so weit, das Surfvideo 2008 ist da! Was ist an windigen Tagen an unserem Heimatspot "Cospudener See" so los? Nun wisst ihr es gleich, nehmt euch allerdings Zeit, der Film läuft fast eine halbe Stunde...

Ich möchte an dieser Stelle gern auch noch einmal allen meinen Dank aussprechen, die an diesem Film mit Moves, Interviews, Filmmaterial und Einlagen mitgewirkt haben.

Wenn ich jemanden von den Mitwirkenden zwecks Weitergabe des Originalvideos noch nicht angesprochen habe, meldet euch einfach bei mir!

Und Action!

 

Leider in drei Teilen: Teil 1

Wenn ihr die Videos in hoher Qualität sehen wollt, geht einfach auf die Youtube-Seite und klickt dort unter dem Video "In hoher Qualität ansehen" an.

 

Teil 2

 

Teil 3

Teil drei mit Outtakes ;-)

Wer das Video gern in Originalqualität möchte, meldet sich bitte bei mir oder Ralf...

 

 

 

 

Präsentationsvideo für die Leipziger Wassersportmesse Beach & Boat (12. bis 15. Februar) von Ralf und Lysann ("Dreamteam" *grins*)

Link zur Messe: http://www.beach-and-boat.de/

Wenn ihr die Videos in hoher Qualität sehen wollt, geht einfach auf die Youtube-Seite und klickt dort unter dem Video "In hoher Qualität ansehen" an.